Wer sich einmal die Vielzahl der gesetzlichen Krankenkassen ansieht, ist vielleicht erst einmal verwirrt.
Bei gleicher Beitragshöhe werden so viele verschiedene Leistungen geboten?!
Hier lohnt es sich, einmal genauer hinzusehen. Denn viele Krankenversicherungen übernehmen weitaus mehr Kosten, als andere und bieten darüber hinaus auch Rückzahlung bei nicht in Anspruch genommenen Leistungen an.

Vorteile der gesetzlichen Krankenkasse
Gegenüber der privaten Krankenkasse können die gesetzlichen Versicherungen mit einigen Vorteilen aufwarten. Das bekommen in erster Linie Familien zu spüren, denn eine Familienversicherung, bei der die Kinder sowie der Partner ohne eigenes Einkommen kostenfrei mit versichert werden können, ist in der privaten Versicherung nicht vorgesehen.
Auch ältere Menschen oder Frauen sind in der gesetzlichen Krankenkasse schon allein aus Kostengründen besser aufgehoben. Die Beiträge hier werden unabhängig vom Geschlecht oder vom Alter, vom Berufsstand oder von besonders gefährlichen Hobbys für alle in gleicher Höhe erhoben. Wichtig ist lediglich das Einkommen.
Wer sich also als Freiberufler gesetzlich versichern will, der hat auch die Möglichkeit dazu. Es wird angeboten, eine freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft aufzunehmen, bei der wiederum das Einkommen ausschlaggebend für die Höhe der zu zahlenden Beiträge ist.
Wer sehr wenig verdient, kann sogar einen Antrag stellen und die Beiträge werden nicht vom Mindesteinkommen, von dem üblicherweise ausgegangen wird, berechnet.
Wer freiberuflich tätig ist, aber in einem künstlerischen oder publizistischen Beruf, hat zudem noch eine andere Möglichkeit der Versicherung.
Die Alternative: Die Künstlersozialversicherung
Für Künstler und Publizisten ist die Künstlersozialversicherung oft die erste Wahl, denn günstiger sind Kranken- und Rentenversicherung nicht möglich.
Hier wird nur die Hälfte der Beiträge aus eigener Tasche bezahlt, die andere Hälfte wird durch den Bund finanziert. Der verlangt von Unternehmen und Organisationen, die Texte, Bilder und ähnliches verwerten, eine Künstlersozialabgabe. Diese wird für die Finanzierung der Sozialversicherung verwendet.
Die Versicherten sind aber dennoch Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, die sie auch frei wählen können. Die KSK, wie die Künstlersozialkasse kurz genannt wird, ist lediglich als eine Art Vermittler zu sehen. Bei Leistungsansprüchen muss sich der Versicherte direkt an seine zuständige Versicherung wenden
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